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Mechanisch-Biologische Aufbereitung

In der mechanisch-biologischen Aufbereitungsanlage werden der Restmüll, der Sperrmüll und Flüssigabfälle aus der Sondermüllaufbereitung verarbeitet. Zudem werden Sortier- und Siebreste aus anderen Anlagen sowie das Rechengut aus der Kläranlage behandelt.


Die mechanische Aufbereitung:
Die Abfälle werden nach der Eingangskontrolle durch das Übernahmepersonal bzw. den Platzwart der Abladestelle zugewiesen. Der Restmüll wird in den Müllbunker eingebracht, der Sperrmüll vorsortiert, vorzerkleinert und ebenfalls in den Bunker transportiert. Mittels Bunkerkran werden die Zerkleinerungsaggregate beschickt. Überbandmagnete scheiden eisenhaltige Stoffe ab, bevor die restlichen Mengen über Kreisschwingsiebe und Windsichter geführt werden. Die heizwertreiche, leichte Grobfraktion wird nachzerkleinert und einer thermischen Verwertung zugeführt. Aus der etwas schwereren Mittelfraktion werden Nichteisenmetalle, z. B. Aluminium, abgeschieden; der Rest wird danach ebenfalls der thermischen Verwertung zugeführt. Die Eisen- und Nichteisenmetalle werden der Wiederverwertung übergeben. Die schwere Feinfraktion wird in die biologische Aufbereitung befördert.


Die biologische Aufbereitung:
Pastöse Abfälle werden in einer Rottetrommel mit zerkleinerten festen Abfallstoffen vermischt und gemeinsam mit der schweren Feinfraktion über eine Förderbandbeschickung gleichmäßig in die Reifehalle eingebracht. Die so aufgesetzte Miete wird so lange saugbelüftet, bis der Abfall nur mehr eine Restfeuchte von etwa 15 % aufweist. Dazu ist es auch notwendig, die Miete mehrmals aufzulockern und wieder gleichmäßig auf das Belüftungssystem zu legen. Die bei diesem Prozess entstehende Abluft wird abgesaugt, über einen Wärmetauscher abgekühlt, über einen Flächenbiofilter geführt und dabei gereinigt. Das dabei anfallende Abwasser wird in der Kläranlage gereinigt.


Die mechanisch-biologische Feinaufbereitung:
Die nachzerkleinerte Grobfraktion und die Mittelfraktion aus der mechanischen Aufbereitung werden direkt zur Verpressung in die Ballenpressen befördert. Die in der Reifehalle getrocknete Feinfraktion wird noch einer Feinaufbereitung unterzogen. Bei diesem Prozessschritt werden nochmals Eisen- und Nichteisenmetalle ausgeschleust. Durch Siebung und Windsichtung wird dieser Stoffstrom in heizwertreiches und inertes Material aufgeteilt. Die heizwertreichen Fraktionen werden der Ballenpresse zugeführt. Die Ballen werden über den Bahnanschluss zur Verbrennung nach Lenzing transportiert. Die inerten Abfallstoffe werden in der Nachrotte behandelt, um die Grenzwerte der Deponieverordnung einhalten zu können. Abschließend wird dieser geringe Anteil auf der betriebseigenen Deponiefläche deponiert.

Illustration der mechanisch-biologischen Aufbereitung

Einbau eines neuen Schredders.



Ballen der Heizwertfraktion vor dem Transport per Bahn in die Verbrennungsanlage.