Erklärung der Geschäftsführung

„Qualität stets kritisch zu beurteilen und Stillstand nicht zuzulassen, ist Teil unserer Aufgabe. Es ist wichtig, alle Maßnahmen, die wir setzen, auf Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit zu prüfen."

Sehr geehrte LeserInnen und Interessierte!


Seit der Implementierung von EMAS am 01.09.2016 hat sich in unserem Unternehmen viel verändert. Wesentlich ist dabei, dass die zentralen Inhalte, insbesondere das Hinterfragen und Verbessern von Strukturen und Abläufen, mittlerweile zum Alltag geworden und fest in die tägliche Arbeit eingebunden sind.


Aber es ist uns bewusst, dass ein „Image“, welches man nach außen trägt, nicht authentisch und ehrlich sein kann, wenn es nur aufgesetzt ist und nicht auf die notwendige Qualität bei der Erledigung unserer operativen Arbeiten achtet. Diese Qualität stets kritisch zu beurteilen und Stillstand nicht zuzulassen, ist Teil unserer Aufgabe. Es ist wichtig, alle Maßnahmen, die wir setzen, auf Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit zu prüfen.


Neben dieser Innensicht bringt EMAS aber auch einen weiteren Aspekt ins Spiel, nämlich die kritische Befassung eines Unternehmens mit den Ansprüchen der verschiedenen uns umgebenden Anspruchsgruppen, wie zum Beispiel Geschäftspartnern, BürgerInnen und weiteren Stakeholdern.


Nicht zuletzt hat die Befassung damit auch zu einer besseren Vernetzung und Abstimmung der einzelnen Unternehmenseinheiten und der dafür verantwortlichen MitarbeiterInnen beigetragen. Also letztlich auch zu einem besseren Verständnis für die einzelnen Arbeitsbereiche und zu einer neuen Qualität des täglichen Miteinanders im Unternehmen. Die Ansprüche der umgebenden Gruppen, die wir als „Umwelten“ zusammenfassen, haben sich in den letzten Jahren wesentlich erhöht und differenziert. Maßnahmen können, so sinnvoll und auch volkswirtschaftlich wertvoll sie sein mögen, kaum mehr ohne „Begleitmusik“ von Medien und der Befassung mit mehr oder weniger Betroffenen und Interessierten beschlossen und umgesetzt werden. Inwieweit dies immer einen Fortschritt darstellt oder zu halbherzigen Kompromissen verleitet, sei dahingestellt, eine wesentliche Rahmenbedingung für unser Handeln ist jedenfalls damit vorhanden.


Ebenso ist die Frage des Umgangs mit unseren natürlichen Ressourcen gerade für Unternehmen unserer Branche noch mehr in den Fokus gerückt. Unser Handeln muss mehr denn je den Spagat zwischen kurzfristigen ökonomischen Erfolgen und längerfristigen, oft generationenübergreifenden Nachhaltigkeitsaspekten bewerkstelligen.


Diese Anstrengungen und deren praktische Umsetzung werden im Zuge eines Auditierungsprozesses nicht lediglich verbal beschrieben oder in Form von Absichtserklärungen formuliert, sondern haben den harten Fakten standzuhalten, sowohl im technischen als auch im organisatorischen, rechtlichen und kaufmännischen Bereich. Die Entsorgungswirtschaft ist generell stets mit Unsicherheiten behaftet, die sich allerdings in den kommenden Jahren durch zahlreiche neue Rahmenbedingungen wie Krieg, Energiekrise oder Lieferkettenprobleme, aber auch legistische Verschärfungen noch steigern werden. Einige davon sollen hier genannt werden: Die kommunale Abwasserrichtlinie der EU wird zu einer vierten Reinigungsstufe bei Kläranlagen führen, der vorhandene Phosphor im Klärschlamm ist zu nutzen, höhere bzw. neue Steuern und Abgaben (ALSAG, CO2-Bepreisung etc.) werden weitere Kostenbelastungen bringen. Neue Rahmenbedingungen werden zu zusätzlichen Sammel- und Verwertungsaufgaben führen.


Und auch die Energiesituation wird wohl volatil bleiben. Betriebsrisiken, insbesondere Brandereignisse, sind niemals auszuschließen und eine der Hauptgefahrenquellen der Abfallwirtschaft. Es ist gängige Praxis der Gesellschaft, durch technische Maßnahmen und permanente Mitarbeiterschulungen diese Gefahrenquellen weitgehend zu minimieren. Gegen Naturkatastrophen werden technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen und der Versicherungsschutz laufend überprüft und erforderlichenfalls angepasst.

 

An der Zielsetzung der Gesellschaft, durch sparsames und effizientes Wirtschaften die finanziellen Spielräume für notwendige Investitionen zu schaffen, wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Dabei soll auch eine moderate Tarifpolitik für die Vertragsgemeinden nach wie vor im Mittelpunkt stehen.

 

Dies ist nicht nur eine ökonomische Zielsetzung, denn ein hoher Grad an Wirtschaftlichkeit und Kostenbewusstsein sollte sich auch positiv auf die Akzeptanz unserer Aktivitäten auswirken. Etwas, das wir ganz dringend für unseren weiteren Erfolg benötigen.

 

In diesem Sinne: Wir wünschen Ihnen neue Erkenntnisse beim Lesen unserer Umwelterklärung und freuen uns über kritisches Feedback!

Foto der Geschäftsführer der Umweltschutzanlagen Siggerwiesen, Mag. Weilhartner und Ing. Löcker

Mag. Josef Weilhartner, LL.B.

Kaufmännische Geschäftsführung

 

Ing. Stephan Löcker

Technische Geschäftsführung